Recht A
Schweizer Vertragsrecht, Vertragsverletzung und Haftung, dazu Arbeits- und Mietrecht. Jeder Fall mit dem exakten OR- oder ZGB-Artikel.
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1.1 · Warum dieser Kurs mit der Anspruchsgrundlage beginnt
Dieses Unterkapitel befasst sich mit der Frage, die jede privatrechtliche Antwort eröffnet: wer von wem was verlangen kann und woraus. Es ordnet die vier Themen, die 1.2 bis 1.8 danach einzeln abarbeiten, von der Entstehung der Obligation über Konsens und Gültigkeit bis zur Person, die handelt. Im Kurs ist es die Klammer um alles Weitere, weil jede spätere Lektion an dieselbe Anspruchsgrundlage anknüpft.
Das Privatrecht regelt Rechtsbeziehungen zwischen Privaten. Es bestimmt, wer von wem was verlangen kann und woraus, ohne darüber zu urteilen, was richtig oder gerecht wäre. Diese Frage ist die Klammer um den ganzen Kurs, und sie ist auch die Klammer um jede Prüfungsaufgabe: Ein Sachverhalt wird geschildert, jemand will etwas, und Sie müssen sagen, ob und woraus er es bekommt.
Deshalb ist die erste Lektion kein Sammelsurium von Definitionen, sondern ein Raster. Sie lernen hier vier Dinge, die Sie in jeder späteren Lektion wieder brauchen.
Der häufigste Fehler in Prüfungsantworten ist, mit der interessanten Frage anzufangen statt mit der ersten. Eine Antwort, die sofort die Mängelrechte des Käufers behandelt, ohne geprüft zu haben, ob überhaupt ein gültiger Kaufvertrag besteht, verliert die Punkte der Vorstufe und baut auf einem Vertrag auf, den es nicht gibt.
Ab hier geht es im Kurs weiter: 8 Unterkapitel, Rechenbeispiele, Verständnischecks.
Das lernst du
01Vertragsabschluss und Vertragsgültigkeit
- 1.1Warum dieser Kurs mit der Anspruchsgrundlage beginnt
- 1.2Die drei Entstehungsgründe der Obligation
- 1.3Konsens: Antrag, Annahme, Schweigen
- 1.4Auslegung: erst der Wille, dann das Vertrauen
- 1.5Das Prüfraster der Vertragsgültigkeit
- 1.6Die Grenzen des Inhalts
- 1.7Form
- 1.8Wer wirksam handeln kann
02Willensmängel und Stellvertretung
- 2.1Wann ein geschlossener Vertrag trotzdem nicht bindet
- 2.2Nichtigkeit, Anfechtbarkeit, schwebende Unwirksamkeit
- 2.3Übervorteilung (Art. 21 OR)
- 2.4Der Irrtum
- 2.5Was kein Irrtum ist, und was die Anfechtung kostet
- 2.6Täuschung und Drohung
- 2.7Stellvertretung: die Voraussetzungen
- 2.8Handeln ohne Vertretungsmacht
03Vertragsinhalt, Vertragstypen und Erfüllung
- 3.1Warum die Qualifikation alles entscheidet
- 3.2Vertragsinhalt: Vereinbarung, dispositives und zwingendes Recht
- 3.3Die benannten Vertragstypen
- 3.4Innominatverträge und die drei kritischen Abgrenzungen
- 3.5Der Auftrag im Einzelnen
- 3.6Richtig erfüllen: wer und was
- 3.7Erfüllungsort und Erfüllungszeit
- 3.8Wenn die Parteien wechseln
04Kaufvertrag, Werkvertrag und AGB
- 4.1Von der Qualifikation zu den Sonderregeln
- 4.2Der Kaufvertrag
- 4.3Zugesicherte Eigenschaft oder blosse Anpreisung
- 4.4Gefahrtragung beim Kauf
- 4.5Der Werkvertrag und die Vergütung
- 4.6Untergang und Risiko beim Werk
- 4.7AGB: Einbezug, Globalübernahme, Ungewöhnlichkeit
- 4.8AGB: Unklarheit, Individualabrede, Kollision, Inhalt
05Vertragsverletzung, Verzug und Unmöglichkeit
- 5.1Wozu das Leistungsstörungsrecht da ist
- 5.2Die vier Arten der Vertragsverletzung
- 5.3Art. 97 OR, die Grundnorm des vertraglichen Schadenersatzes
- 5.4Schuldnerverzug
- 5.5Die Nachfrist und die drei Wahlrechte
- 5.6Der kaufmännische Verkehr (Art. 190 f. OR)
- 5.7Positives oder negatives Interesse
- 5.8Unmöglichkeit und Gläubigerverzug
06Schlechterfüllung und Gewährleistung
- 6.1Geleistet, aber falsch
- 6.2Schlechterfüllung im Allgemeinen
- 6.3Kaufrechtliche Gewährleistung
- 6.4Prüfen und Rügen (Art. 201 OR)
- 6.5Die Rechtsbehelfe des Käufers und die Schadensfrage
- 6.6Werkvertragliche Mängelrechte
- 6.7Verjährung
- 6.8Freizeichnung und die Alternative Irrtum
07Unerlaubte Handlung und Haftung für Hilfspersonen
- 7.1Zwei Wege zum Schadenersatz
- 7.2Die Weiche: Vertrag oder Delikt
- 7.3Art. 41 OR: Schaden und Widerrechtlichkeit
- 7.4Art. 41 OR: Kausalität und Verschulden
- 7.5Hilfspersonenhaftung im Vertrag (Art. 101 OR)
- 7.6Funktioneller Zusammenhang und Exzess
- 7.7Geschäftsherrenhaftung (Art. 55 OR)
- 7.8Die beiden nebeneinander
08Produkte- und Produzentenhaftung
- 8.1Ein Schaden, drei mögliche Gegner
- 8.2Die Anspruchsgrundlagen im Produktefall
- 8.3Produzentenhaftung über Art. 55 OR
- 8.4Das PrHG und die Herstellerin
- 8.5Produkt und Fehler
- 8.6Erfasste Schäden und der Selbstbehalt
- 8.7Entlastung, Solidarität, Fristen
- 8.8PrHG und Produzentenhaftung nebeneinander
09Beendigung des Vertrags und Verjährung
- 9.1Das Ende einer Forderung
- 9.2Erlöschensgründe
- 9.3Verrechnung
- 9.4Verjährung: Wirkung und Fristen
- 9.5Beginn und Unterbrechung
- 9.6Verwirkung
- 9.7Beendigung ganzer Verträge
- 9.8Zwei Sonderregeln, die geprüft werden
10Arbeitsrecht: Vertrag und Pflichten
- 10.1Ein Sonderrecht für ein besonderes Dauerschuldverhältnis
- 10.2Der Arbeitsvertrag und seine Abgrenzung
- 10.3Pflichten des Arbeitnehmers
- 10.4Überstunden (Art. 321c OR)
- 10.5Pflichten der Arbeitgeberin
- 10.6Lohnfortzahlung (Art. 324a OR)
- 10.7Ferien und Freizeit
- 10.8Haftung des Arbeitnehmers (Art. 321e OR)
11Arbeitsrecht: Beendigung des Arbeitsverhältnisses
- 11.1Warum die Beendigung ein eigenes Kapitel ist
- 11.2Die Beendigungsgründe
- 11.3Die ordentliche Kündigung und ihre Fristen
- 11.4Form und Begründung
- 11.5Fristlose Kündigung (Art. 337 OR)
- 11.6Sachlicher Kündigungsschutz (Art. 336 OR)
- 11.7Zeitlicher Kündigungsschutz (Art. 336c OR)
- 11.8Was nach dem Ende noch offen ist
12Mietrecht: Vertrag, Pflichten und Mängel
- 12.1Ein Dauerschuldverhältnis über eine fremde Sache
- 12.2Der Mietvertrag und die Hauptpflichten
- 12.3Der Mangelbegriff
- 12.4Anfängliche Mängel (Art. 258 OR)
- 12.5Nachträgliche Mängel und die Rechte nach Schwere
- 12.6Kleiner Unterhalt und wer was zahlt
- 12.7Untermiete (Art. 262 OR)
- 12.8Mietzins und seine Grenzen
13Mietrecht: Beendigung des Mietverhältnisses
- 13.1Warum das Ende hier so genau geregelt ist
- 13.2Die Beendigungsgründe
- 13.3Fristen und Termine
- 13.4Form (Art. 266l OR)
- 13.5Die Familienwohnung
- 13.6Ausserordentliche Kündigung
- 13.7Anfechtung der Kündigung
- 13.8Erstreckung (Art. 272 OR)
Was du damit bekommst
Zusammenfassungen
Jede Vorlesung als lesbare Kursseite, mit Rechenbeispielen und Verständnischecks am Ende jedes Unterkapitels.
13 LektionenLernkarten
Karten pro Lektion, dazu eigene Karten. Der Stapel merkt sich, was sitzt und was nicht.
457 KartenWipe
Zehn Fragen pro Runde, gegen die Zeit und gegen andere. Rangliste pro Fach fürs ganze Semester.
390 FragenProbeklausuren
Im HSG-Format und auf Zeit, danach eine Note auf der Skala 1 bis 6 mit Begründung pro Teilaufgabe.
5 KlausurenKI-Tutor und Lernpfad
Fragen zum Kurs, beantwortet mit Bezug auf das Kapitel, das du gerade liest. Dazu ein datierter Plan bis zur Prüfung.
Im Preis dabeiBevor du kaufst
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Nein. Kein Mail, kein Formular, keine Begründung. Der Knopf steht im Konto, solange die 24 Stunden laufen.
Ist das offiziell von der HSG?
Nein. StudyFlow ist ein unabhängiges Tool von Studierenden für Studierende und steht in keiner Verbindung zur Universität St. Gallen.